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Anhang Spastik

 

Ein Problem das viele Schlaganfall- Patienten haben und darauf gibt es leider noch nicht viele Antworten, geschweige denn eine Heilung

 

Ich beschäftige mich mit meiner Therapeutin und mit meinen Neurologen seit 12 Jahren mit dem Thema und wie sie lesen konnten hat meine Therapeutin mit mir den Klonus- ein Schüttelkrampf, der ja auch nicht geheilt werden konnte, in den Griff bekommen. Mein Ehrgeiz will aber keinen Teilerfolg, sondern ich will die gesamte Spastik besiegen!!!

 

Die Medizin ist noch nicht in der Lage, Spastik zu heilen, deshalb wird mit einigen Methoden experimentiert.

Zum Beispiel, Botox und Schienen werden bei vielen Menschen angewendet, obwohl kein Erfolg langfristig zu erkennen ist.

Was weiß ich jetzt durch die Erfahrung meiner Therapeutin und meiner persönlichen Einschätzung:

Ich habe mit Botox experimentiert und zwar mit dem Prof. Schnider, der als erster weltweit, Botox zur spastischen Therapie einsetzte.

Meine Erfahrung mit Botox habe ich im Buch weggelassen,  weil Botox nur einige Wochen wirksam ist. Aber meine Erfahrung mit meinen grauen Hirnzellen, werde ich hier aufschreiben.

 

Spastik geht vom Hirn und Rückenmark aus, wobei bei mir das Hirn die größtmöglichen Anteile daran hat.

Das Hirn können wir bewusst steuern und unbewusst steuert das Hirn den Körper selber. Herzschlag, Nieren- und Leberfunktion z.B.

 

Ich bin überzeugt, dass man jede Krankheit selbst heilen kann, auch Krebs!!!

Nur ist Spastik keine Krankheit, sondern eine Fehlsteuerung, die bei mir im Hirn den Ursprung hat!!!

 

Millionen grauer Hirnzellen, die brach als Reserven in unserem Hirn liegen, können abgestorbene Zellen ersetzen. Sie können neue Neuronenbahnen bilden und Synapsen knüpfen, wie bei einem Kleinkind, das die ersten Schritte lernt.

 

Hirnzellen die abgestorben sind, wussten, wie der Vorgang des „Loslassens“ funktioniert. Die Reservezellen müssen das lernen, was besonders schwer ist, weil es ein unbewusster Vorgang ist/war.

Es funktioniert also nicht mit Bewegungstherapie in herkömmlichen Sinn. Es gehört dazu eine sehr einfühlsame Therapeutin, oder Therapeut.

Auch wenn der Patient jetzt mit der Schiene und Botox kurzfristig Erfolge hat, seid nicht enttäuscht, wenn das nicht so bleibt. Die Zellen, die das lernen sollen werden durch die Schiene vergewaltigt und lernen nicht, was sie machen sollen.

Sie werden sozusagen vor vollendete Tatsachen gestellt.

 

Man kann mit unterschiedlichen Therapien einen Weg finden, dass der Körper unbewusst die Muskelanspannung loslässt.

Autogenes Training, Sakral- Therapie und richtige Atmung kann eine Hilfe sein, um den grauen Hirnzellen die Entspannung zu lehren. Vielleicht auch Akupunktur, nur dazu kann ich zuwenig sagen, weil ich das nicht probierte. Es ist ja eine Reizung der Nerven, die Muskeln vielleicht lähmen wie Botox und es gibt daher keinen langfristigen Erfolg.

Medikamente, wie Sirdalud und Baclofen, brachten nicht wirklich den Erfolg, deshalb schlucke ich auch keine Medikamente gegen die Spastik mehr

Dasselbe mit Alkohol, der auch nur eine kurzfristige Entspannung brachte!!!

 

Interessant ist, dass die grauen Hirnzellen lernen, wie sich spastischer Schmerz anfühlt und den auch wiedergeben, wenn die Ursachen längst behoben sind und kein Grund für Schmerzen wäre. Da lernen die grauen Zellen etwas Falsches!!!

 

Kurz zu den Schmerzen dabei:

 

Zum Beispiel eine Schiene, macht durch ihre Starre,  eine Aufdehnung der Muskeln. Das bedeutet Schmerzen, die man hätte vermeiden können!!! Die Zellen, die die unbewusste Reaktion des „Loslassens“ lernen sollen, lernen ganz einfach Schmerz muss bei dem Vorgang sein. Sie werden mir zustimmen, dass das nicht der richtige Weg sein kann!!!

 

Denn Schmerz verinnerlicht sich und den wird man so schnell nicht los, besonders, wenn das so radikal geschieht, wie mit einer Schiene.

Was macht man also dann dagegen! Eine Therapie!!!

 

 Ein Physiotherapeut bringt mit Bewegung die Ursache für den Schmerz weg, aber nicht, wenn die Hirnzellen was Falsches gelernt haben, sondern wenn organische Schäden vorliegen, z.B. bei Fehlstellungen, oder Schulterschmerz.

 

Ein Physiotherapeut der den Schmerz behandelt wird den Patient wahrscheinlich vorher zur Schmerzambulanz schicken, da sind Scherztherapeuten, die mit Medikamente die Schmerzen in den Griff bekommen, damit er mit dem Patient ohne Schmerz arbeiten kann. Wenn ein Therapeut in den Schmerz hinein arbeitet, dann ist der Therapeut nicht neurologisch geschult und gehört überdacht.  Jedoch gibt es Dehnungsschmerzen, die sein dürfen!!! Das kann ein guter Therapeut unterscheiden und steuern, eine Schiene kann das nicht.

 

Man sieht, Schmerz ist nicht gleich Schmerz und das findet die Schmerzambulanz mit Tests heraus und bekämpft mit Medikamente, die Schmerzen, die nicht sein sollen und lindern auch die Schmerzen, die sein dürfen!!! Unser Gehirn wird mit Chemischen Keulen überlistet!!!

 

Man unterscheidet zwischen brennendem, stechenden, ziehende Schmerz auf einer Skala von 1- 10 und mit verschiedenen Medikamenten wird getestet, was das Richtige Medikament ist.

 

Also Ambulanz und Therapeut sind wichtig und die werden einige Zeit zu tun haben, bis der Patient wieder Schmerzfrei ist. Nur das ist der Weg zum Erfolg, wenn Schmerzen auftreten!!!

Bei mir dauerte das 3 Jahre, weil ich es damals nicht besser wusste!!!

 

Das alles wegen einer Schiene, die Schmerzen bereitet, oder weil man nicht, oder zuwenig darauf aufmerksam gemacht wird, dass ein gelähmter Arm abgestützt werden muss. Ein gelähmter hängender Arm zieht die Gelenkskugel aus der Schulter, manch unbeholfene Angehörige ziehen auch noch an dem Arm, weil sie ihrem Patient aufhelfen möchten. Das alles führt zu Schmerzen, die man schwer in den Griff bekommt.

 

Also Achtung, wenn sie einen spastischen Menschen berühren!!!

 

Wenn mit Botox gearbeitet wird, dann muss der Muskel mittels Computer genau gefunden werden, sonst hat man kein zufrieden stellendes Ergebnis. Ich würde das heute auch nur mehr in der Hand anwenden, denn meine Finger verkrampfen zu einer Faust und man kann die Finger nicht lockern, wenn die Schulter nicht vorher gelockert wurde und das geht nur mit einem Therapeuten. Das ist natürlich mühsam, wenn man nur einmal in der Woche Therapie hat.

 

Die Hand muss man öfter aufdehnen und öffnen können, als einmal in der Woche. Man muss sie ja auch waschen, sonst beginnt sie unangenehm zu riechen und die Nägel muss man schneiden können, denn wenn die ins Fleisch einwachsen, sind Schmerzen vorprogrammiert. Ich kann das selber machen, wenn ich eine Zeit lang auf der betroffenen Schulter liege, denn da öffnen sich die Finger und ich kann die Hand mit einem feuchten Lappen reinigen und meine Nägel schneiden.

 

Wenn ich morgens aufwachte und gähnte, schoss bei mir ein Klonus ein. Das ist ein Schüttelkrampf, ähnlich einem epileptischen Anfalls. Dabei bogen sich die Finger auf und überstreckten die Hand nach außen.

Meine Hand ist also auch ohne Botox und Schiene gut gedehnt.

 

Was noch unangenehm war, es stellte sich bei jeder Gelegenheit meine gelähmte, große, spastische Zehe auf und ich konnte keinen Schuh anziehen und beim  Sitzen steckte sich mein Bein waagrecht zum Boden aus.

Man muss hier nur beide Pobacken gleichmäßig belasten und das Bein knickt in die Beuge und die Zehe wird gerade. Zum Schuhe anziehen schlage ich das gelähmte, spastische Bein über das Andere und die Zehe wird locker.

 

Ein halbseitig gelähmter Mensch neigt dazu, immer auf der gesunden, nicht gelähmten Seite zu sitzen und sie beim Stehen zu belasten. Das kommt daher, weil man die gelähmte Seite nicht spürt und daher das Vertrauen verloren hat.

Deshalb auch kein Botox im Bein!!!

 

Meine große Zehe grub sich in den Boden, wenn ich stand und/oder ein paar Schritte machte. Das ist lästig und schmerzt.

Die Folge davon, der Klonus stellte sich ein und an ein Gehen war nicht mehr zu denken, weil man den Schmerzen ausweichen möchte und daher eine Fehlhaltung einnimmt. Das Ergebnis waren Schmerzen an anderer Stelle.

 

Meine Therapeutin und ich, zerlegten jede Bewegung in einzelne Muskel- tätigkeiten, so dass meine grauen Hirnzellen jede Bewegung genau lernen konnten. Mit viel Übung damals, kann ich heute wieder gehen.

Kontrolliere mich aber immer selber, was im Alltag oft mühsam ist. Nur anders wird das nichts und es gibt auch keine weiteren Fortschritte.

 

Manfred Mader  

 

 

 

 

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