Nach Regen kommt immer wieder Sonnenschein
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Mein Freund Walter ist an Leberzirrhose im Februar 2009 verstorben und ich hatte vor eineinhalb Jahren Zucker- und Leberwerte, jenseits von gut und böse.

Ich hätte gut zweimal sterben können.

Deswegen meine Gedanken über den Tod.

 

Anhang über den Tod

 

Auch wenn viele einen Schlaganfall, oder Alkoholexzesse überleben, gibt es eine Menge Todesfälle und Angehörige haben eine Menge Fragen, mit denen sie alleine gelassen werden.

Deswegen schreibe ich hier noch meine Gedanken zum Buch, wenn kein Sonnenschein nach dem Regen kommt.

Die Wahrheit ist, über den Tod könnten eigentlich nur diejenigen genau schreiben, die es nicht erlebten, nur die sind nicht mehr unter uns.

Trauernde Hinterbliebene quälen viele Fragen, auf die es keine Antwort gibt!

Wie hat sich mein Mann gefühlt, als er gestorben ist, oder hatte meine Frau gelitten als sie verstorben ist. Ist Sterben von Schmerzen geprägt? Hörte er/sie  mich noch im Koma?

Diese Fragen werden mir immer wieder gestellt und so versuche ich hier darauf zu Antworten.

Der Tod ist für Angehörige nicht vorstellbar, für den Menschen selber aber nicht schlimm, so denke nicht nur ich, sondern ähnlich Betroffene, die auch fast gestorben wären. Es ist ein Ereignis, das ich als angenehm und fast schön empfunden habe.

Unser Körper reagiert so gut, dass man nicht bewusst erlebt, wie man stirbt.

Es ist wie Einschlafen, dabei merkt man auch nicht, wann genau das passiert.

Man ist frei von allen Sorgen, kennt keine Schmerzen und möchte einfach nur schlafen.

Wäre ich gestorben, hätte ich es nicht mitbekommen!!!

Wieso kann ich so eine Behauptung aufstellen?

Nun, ich war fast tot, denn nach einer Hirnblutung im Stammhirn III. Ventrikel, habe ich nur mit viel Glück  und durch rasches Handeln aller Beteiligten überlebt.

Das Stammhirn ist zuständig für alle Lebensnotwendigen Organe, also Herzschlag, Atmung, Verdauung, Leber- und Nierenfunktion.

Man kann sich auch als Außenstehender leicht vorstellen, dass ich dem Tod näher war als dem Leben.

Jedenfalls gab mir kein Arzt eine Chance, das zu überleben. Wenn ich meine genaue Diagnose damals gekannt hätte, ich weiß nicht, ob ich den Kampf überhaupt aufgenommen hätte, denn ich hatte eine Wahl!!!

Das angenehme Gefühl zu sterben, oder der lange Kampf in der Therapie, stand für mich zur Wahl.

Heute weiß ich, dass ich mich jederzeit wieder so entscheiden werde, bevor ich 80 bin, wenn ich die Möglichkeit dazu habe. Ab 80 lasse ich das offen, das kommt dann auf meine körperliche Verfassung an.

Meiner Frau wurde nahe gelegt, sich Gedanken über meine Organe zu machen, wenn ich Hirntod wäre. 7 Menschen warteten auf Spenderorgane. Hätte ich eine ärztliche Verfügung unterschrieben, weil ich als schwer Behinderter nicht leben wollte, dann wäre die Beatmung eingestellt worden und 7 Menschen hätten sich über meine Organe gefreut.

Ich weiß, dass ich vorher mit dem Gedanken spielte, eine Verfügung zu unterschreiben und das mache ich persönlich sicher nie mehr.

Allerdings ist das eine Entscheidung, die jeder selber treffen muss und da will und kann ich keinen Rat geben!

Es ist immer der falsche Zeitpunkt, bei so einem Ereignis, das so schnell passiert.

Man möchte noch so viel sagen und ließ sich vorher so lange damit Zeit, man hat noch so viel zu tun, diese Dinge gingen mir durch den Kopf, bevor ich ins Koma fiel.

Ich weiß, dass viele Angehörige genau damit nicht fertig werden!!!

Aber wer beginnt mit der Trauerarbeit schon vor dem Tod? Deshalb ist es wichtig, so zu leben, dass man später keine Gewissensbisse haben muss!!!

Bei einem Unfall, oder wie bei mir die Hirnblutung, erspart man sich die Todesangst, aber dafür bekommt man vieles nicht mehr geregelt. Bei Krebs hat man einige Zeit darüber nachzudenken und da kommt sicher Todesangst dazu. Dafür kann man in einem geregelten Umfeld sterben.

Im tiefen Koma bekommt man von außen auch nichts mehr mit. Im künstlichen Koma schon. Ich wusste genau, dass meine Frau über mich wacht und das gab mir Sicherheit.

Viele Angehörige wissen nicht, was sie mit einem Komapatienten reden sollen. Sprechen sie wie mit einen wachen Patienten, erzählen sie über ihren Tag, oder lesen sie ihm die Tageszeitung vor. Ein wenig kommt sicher an und beruhigt den Patient.

 

Ich konnte in meinem künstlichen Koma klar denken, ich hatte Wach- und Schlafphasen. In den Wachphasen hörte ich meine Frau und in den Schlafphasen hatte ich schöne Träume. In dieser Zeit, glaube ich, konnte ich mich entscheiden, ob ich leben will, oder nicht.

 

 

Sicher werden manche sagen, das liegt in Gottes Hand und nie bei dem Menschen selber. Dem stimme ich auch zu.

Man kann zu Gott stehen wie man will, dennoch gibt es eine Kraft, die schon sehr an Gott glauben lässt.

Ich bin kein gläubiger Mensch, zumindest fange ich mit der Kirche nicht viel an!!!

 

Es gibt so viele Religionen, die ganz anders sind, als unser katholischer Glaube. Da werden Feste gefeiert, wenn einer ihrer Lieben vom Leben in eine bessere Zukunft gegangen ist.

Ein schönes Leben nach dem Tod, man weiß es nicht.

Jedenfalls gefällt mir diese Einstellung besser als die demütige Trauer bei uns.

 

Nun von klein auf, wurde mir von Himmel und Hölle erzählt, nur daran kann ich mich nicht festhalten. Aber diese Kraft, oder Energie gibt es, wenn man vom Leben abschied nimmt. Manche berichten von einem hellen Licht, in das sie gehen, daran kann ich glauben. Und vermutlich wird es auch so sein.

Schreiben darüber kann ich dann aber nicht mehr.

 

Wenn man das jetzt wissenschaftlich betrachtet, gibt man ja seine Gene an die Kinder weiter und bekommt so das ewige Leben. Denn wenn es irgendwo noch einen Menschen gibt, der an den Verstorbenen denkt, wird seine Energie noch da sein.

 

Energie, unsere Gedanken, stehen ja im Raum, wo ist diese Energie, wenn unser Körper nicht mehr lebt?

Ich glaube nicht, dass die einfach weg ist. Wir erinnern uns ja auch was wir in der Kindheit machten, ich erinnere mich noch gut an meine Großeltern und an Erzählungen, von deren Eltern.

 

Ich habe mir das einmal alles zusammen geschrieben, das werde ich meiner Enkeltochter vererben und sie bitten das weiter zu führen und an ihre Kinder weiter zu geben. Denn solange es wen gibt, der an den Toten denkt, ist man nicht tot.

 

Probiert es aus, fragt einen nahen Toten über ein Rezept, oder bittet ihn um Rat. Ich bin sicher, es kommen Antworten.

 

Manche versuchen für sich, bei übersinnlichen Menschen Trost zu erlangen, das kann funktionieren, wenn man daran glaubt. Der eigene Körper spielt dann etwas vor, das wirklich realistisch sein kann. Und solange damit kein Schaden angerichtet wird, kann ich mir durchaus vorstellen, dass es ein Trost ist. Leider weiß und hört man oft von Schwindlern, die nur das Geld der Leidtragenden wollen. Näher möchte ich mich dazu nicht äußern.

 

Aber Energie zwischen zwei Menschen gibt es!!!

Wer hat noch nicht erlebt, dass einem ohne es zu wissen, jemand auf den Rücken starrt, oder man genau weiß, wer gerade anruft. Wer hatte noch keine Vorahnung.

 

Und da soll jetzt der Tod der letzte Schluss aller Weisheit sein. Das glaube ich nicht.

Ich glaube daran, dass der Tod einem Menschen den Körper nimmt, aber niemals das Leben, die Energie die er da lässt.

 

Vielleicht können diese Gedanken, doch auch wieder die „Sonne scheinen lassen“, wie es mein Buch behauptet.

 

Manfred Mader

 

 

Focus TV vom 15.09.2009 22:30

Pam Raynolds ist eine junge Frau mit einem gefährlichen Aneurysma im Stammhirn, das schon Schmerzen verursacht und eine Zeitbombe im Hirn von Pam Raynolds ist!

Sie entschließt sich zu einer wahnsinnig extremen Op wo sie kurzfristig tot sein wird, um leben zu können! Die Op gelingt und das Aneurysma wird geclippt. Heute lebt sie ein ganz normales Leben einer jungen Frau, in Amerika!

Das was sie zu sagen hat ist äußerst interessant und spannend!

Dass das Sterben fast schön ist, habe ich selber erfahren, aber sie war aus ihrem Körper ausgetreten und schaute den Ärzten über die Schulter, sie hörte jedes Gespräch und registrierte jeden Handgriff. Sie erzählte nach dem Aufwachen den Ärzten, was sie wahrgenommen hat und diese bestätigten, dass es genau so abgelaufen ist!

Man könnte glauben, sie erwachte aus der Narkose, oder sie wurde nicht getötet, aber die Kalium Chlorid Spritze hat sie bekommen, so werden zum Tode verurteilte in Amerika hingerichtet. Das bezeugen alle Ärzte die anwesend waren. Ihr Herz hat zum Schlagen aufgehört, sie war klinisch- und Hirntod!

Ohne das wäre die Op nicht möglich gewesen!

Pam Raynolds ist so glaubwürdig, dass sogar ich, der so etwas früher nicht ernst genommen hätte, ein Leben nach dem Tod für möglich hält. Sie ist eine Person, die den Tod wirklich erlebt hat! Ich kann mir vorstellen, dass das eine spannende Zeit wird und auch Geister bekommen eine andere Bedeutung, zumindest belächle ich das nicht mehr.

Wenn die "Seele", die Energie, oder wie immer man das nennen will, sehen, hören und sich das merken kann, muss es nach dem Tod noch was geben, das unsere Vorstellungskraft übersteigt! Wenn manche Menschen mit Geistern aus dem Jenseits Kontakt haben, sollte man das schon ernst nehmen! Auch wenn es verrückt klingt!

Manfred Mader

 

 

 

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